Presse

Lohmarer Maibaum erfolgreich bewacht

Nichts passiert ist in der Nacht zum ersten Mai der 16 Meter Birke, die gegen 18.00 Uhr vom Vereinskomitee auf dem Rathausvorplatz aufgestellt wurde. Dafür hat wieder das bewährte Team aus (Plüsch) Wachhunden und vorher 'ausgeguckten' Komiteemitgliedern gesorgt. Heute morgen gegen 07.00 Uhr stieß dann der Rest wieder dazu und um 08.00 Uhr war alles aufgeräumt. Sorry, wenn bei der Gelegenheit jemand aufgeweckt wurde).
Die Veranstaltung - es wurde zum 3. Mal ein Dorfmaibaum aufgestellt - war deutlich besser besucht als im Vorjahr und auch der Wettergott hatte trotz schlechter Voraussagen ein Einsehen. Nachdem das Lohmarer Blasorchester musikalisch auf den Mai eingestimmt hatte und die zahlreich erschienenen Lohmarer begrüßt waren, durfte das Vereinskomitee von Oliver Mülln (Regionaldirektor der VR-Bank) einen großzügigen Scheck entgegennehmen.



Als weiteres Highlight der Veranstaltung wurde erstmals vom FriChoLo (Friedlinde-Chor-Lohmar) zusammen mit den anwesenden Gästen der Mai angesungen.
Danke an dieser Stelle an Susan Dietz, die den Chor kurzfristig zusammengetrommelt hatte.
Nach dem Ende des offiziellen Programms wurde bei Grillwürstchen und kühlen Getränken fröhlich in den Mai gefeiert.
In der Nacht wurde die Baumwache noch von mehreren Gruppen besucht, die mit Bollerwagen, Bäumen und (manchmal eklig süßen) Getränken unterwegs waren.
Das Aufstellen des Dorfmaibaumes in Lohmar vor dem Rathaus wurde bei strahlendem Wetter wieder zu einem schönen Fest. Untermalt durch das Blasorchester Lohmar wurde unter großem Applaus die schön gewachsene Birke aufgestellt. Wolfgang Döring von Gerüstbau Witte hatte es sich wieder nicht nehmen lassen, für einen hervorragenden Baum zu sorgen.



Vielen Dank für die tolle Auswahl. Da Brauchtum und VR-Bank gut zusammen passen, ließ sich auch Filialdirektor Oliver Mülln nicht lumpen und überreichte eine großzügige Spende an das Vereinskomitee Lohmar. Hierfür ganz herzlichen Dank. Ebenso ein Dankeschön dem Fri-Co-Lo für die Mailieder.
"Kölsche Jung" wird zum „Lohmarer"
Als Höhepunkt der Veranstaltung wurde Karl-Heinz Bayer mit der Ehrenauszeichnung „Ein Lohmarer" geehrt. Die Versammlung des Vereinskomitee Lohmar hatte bei der letzten Sitzung mit überragender Mehrheit für ihn gestimmt. Die von seinem Freund und langjährigem Nachbarn Helmut List vorgetragene Laudatio spiegelte noch einmal die ehrenamtlichen Tätigkeiten von Karl-Heinz Bayer wieder.
Neben seiner Vorstandsarbeit im Vereinskomitee Lohmar ist er zudem in der Seniorenvertretung, im TV 08 Lohmar und bei den Stadtmachern im Vorstand.
Viele Ideen wie die Taschengeldbörse, Schnick-Schnack-Schnuck-Wettbewerb und die Vernetzung der Senioren im Rhein-Sieg-Kreis gehen auf seinen Einfallsreichtum zurück. Homepage-Erstellen und Mitwirkung an Stadtfest oder das Jahresheft des Vereinskomitee aufstellen sind für ihn ein Klacks.
Das er „nebenher" noch ein schönes Familienleben führt wurde durch den 40-jährigen Hochzeitstag am 29.04. mit seiner lieben Frau deutlich. Ach ja, ein Hobby von ihm hätte ich fast vergessen: Fotografieren! Zahlreiche Bildergalerien schmücken die Homepage des TV 08 Lohmar sowie des Vereinskomitees. Aber jetzt stand Karl-Heinz, der sonst hinter der Kamera steht, auch einmal auf der anderen Seite der/seiner Kamera. Der gesamte Komiteevorstand gratuliert ganz herzlich und freut sich auf die Runde bei der nächsten Vorstandssitzung.
Dann nahm Johannes Fingerhut die mit Spannung erwartete Ehrenauszeichnung "Ein Lohmarer" vor, der sichtlich gerührt die Urkunde entgegennahm.
Nach den ganzen Feierlichkeiten wurde dann auch noch von Simon Schilling, Norbert Muskatewitz und Thomas Friedrich bis zur Morgendämmerung der Maibaum bewacht und gesichert. Pünktlich um 6 Uhr kamen die anderen Vorstandsmitglieder mit Kaffee zum Aufräumen und Abbauen. Um 8 Uhr war dann der Platz wieder sauber und aufgeräumt.
Und der Baum steht...!
(Stadtecho Lohmar vom 09.05.2014)

In der Jabachhalle: Kulturtage 2014 mit Musik des Lohmarer Blasorchesters eröffnet

Von Jürgen Morich

Mit einem großen Konzert in der gut gefüllten Jabachhalle eröffnete das Lohmarer Blasorchester die diesjährigen Kulturtage der Stadt Lohmar. Bei der Begrüßung dankte Vizebürgermeister Guido Koch dem von Michael Tappert geleiteten Orchester, aber auch den vielen weiteren Vereinen und Aktiven, die sich an der Ausrichtung dieser nunmehr vierten Kulturtage beteiligt haben.



Auftaktkonzert: Das Lohmarer Blasorchester in der Jabachhalle (Bild: Morich)


Zuerst zeigte das junge Nachwuchsorchester u. a. mit einem Medley aus der „Bohemian Rhapsody“, was es gelernt hatte. Dann beeindruckte das sehr gut vorbereitete Hauptorchester mit dem munteren Konzertmarsch „Viribus Unitis“ von Josef Bach und der herrlichen Ouvertüre aus der Operette „Leichte Kavallerie“ von Franz von Suppé. – Bei dem modernen „Westcoast Concerto“ des zeitgenössischen Niederländers Kees Vlak stellte sich als gast der Pianist Michael Hänschke vor. Der in Donrath wohnende Musikpädagoge ist Leiter der Musikschule Kürten und Dozent an der Musikschule Brühl. Seine mitreißende Fingerfertigkeit zeigte er bei einer Solo-Zugabe mit dem „Grande Valse Brillante“ von Chopin.



Virtuos: Michael Hänschke am Flügel (Bild: Morich)


Als weiteren Berufsmusiker und Solisten stellte Moderator Hans-Günther Schröder den Percussionisten Martin Hennecke vor. Er hatte beim Lohmarer Blasorchester als Schlagzeuger begonnen, dann an der Musikhochschule Trossingen studiert. Jetzt ist er Paukist beim Saarländischen Staatsorchester. Beim Konzert glänzte er am Xylophon beim „Czardas“ von Monti und am Vibraphon mit dem jazzigen Titel „A Tribute to Lionel“ von André Waignein.

Als weiterer Solist zeigte sich der Sänger Klaus Grätzer – bei einem Medley von Udo Jürgens – Melodien.

(Lohmarer Stadtanzeiger vom April 2014)

Selten erreichte Vielseitigkeit

Lohmarer Blasorchester überzeugt mit 31. Frühlingskonzert

Von Peter Lorber

Lohmar: Einen flauschigen Klang-Teppich entfaltete das Lohmarer Blasorchester beim „A Tribute to Lionel“, bei dem Martin Hennecke einst Schlagzeuger beim Gastgeber, heute Paukist im Saarländischen Staatsorchester – Hamptons Part übernahm. Dem getragenen Auftakt folgte bald ein Feuerwerk, bei dem der Profi mit Virtuosität glänzte. Montis „Czardas“, den man meist von Streichern hört, war ein weiterer Beleg, zu welch orchestraler Fülle das Bündnis aus Marimbaphon und Blasorchester reifen kann, wenn ein Stück mit derartiger Hingabe angegangen wird. Allenthalben Staunen herrschte nach rund zwei Minuten, als Hennecke mit den Schlegeln seine Hatz über die Metallplatten startete.


Das Aufbauensemble des Blasorchesters eröffnete das Frühlingskonzert des Lohmarer Blasorchesters (Foto: Mischka)

Prächtige Zugabe des Pianisten
Ein anderer „externer“ Solist war der gebürtige Moerser und Wahl-Donrather Michael Hänschke. Er begeisterte an der Seite des Orchesters beim furiosen „Westcoast Concerto“ von Kees Vlak. Genial funktionierte das Miteinander des Tastenkünstlers und der Bläser, die mit viel Gespür die sinfonische Ausstrahlung herausarbeiteten. Die prächtige Zugabe des Pianisten mit Chopins „Grande Valse Brillante“ war ein weiterer Höhepunkt der 31. Auflage des Frühjahrskonzertes, das ein Glanzlicht der Lohmarer Kulturtage 2014 war.

Mit von Laienorchesters selten erreichten Vielseitigkeit zeigten sich die Lohmarer während des gesamten Abends in der Jabachhalle. So ließen sie etwa mit der geschmeidigen Ausführung der Ouvertüre aus der Suppé-Operette „Leichte Kavallerie“  - vor allem im galoppierenden Mittelteil – den Namen zum Programm werden.

Eine Reverenz an die Schlagerliebhaber war das „Udo-Jürgens-Medley“, bei dem es ein Weiderhören mit „liebe ohne Leiden“, „Die Sonne und du“ oder „Ich war noch niemals in New York“ gab. Mit Klaus Grätzer hatten die Macher um den Vorsitzenden Markus Schwedes einen Sänger aufgetan, der den Bühnenstar beachtlich aufleben ließ. Ohrwürmer brachten das „The Big Mancini“-Medley, Was aber nicht heißt, dass „Der rosarote Panther“ oder „Moon River“ leicht zu spielen gewesen wären. Die Herausforderung liegt darin, den typischen Mancini-Sound umzusetzen. Gut gelungen war das, wie auch Moderator Hansgünther Schröder, selber versierter Musiker und Dirigent, einräumte.

Ohnehin waren dessen Ansagen ein unterhaltsamer Ausflug in den Riesenfundus der Musikwelt. Der Auftakt des Konzerts hatte dem Aufbau- und Nachwuchsorchester gehört, das ebenfalls Michael Tappert führt. Respekt verdiente besonders die Bildhaftigkeit, mit der „Disney’s Magical March“ oder „Fluch der Karibik“ ausgeführt wurden. Viel Probenscheiß ist in „Bohemian Rhapsody“ geflossen, deren rockig-hymnische Seele die jungen Musikerinnen und Musiker gut umsetzten.

(Rhein-Sieg-Rundschau vom 07.04.2014)