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En Ovend mit Geföhl

Lohmarer Blasorchester feierte Rheinischen Abend mit Wicky Junggeburth (pk)

Lohmar. An langen Tischen statt in Reihen hintereinander saßen die vielen Gäste, die zum Konzert des Lohmarer Blasorchesters gekommen waren. Das bot im Jubiläumsjahr einen besonderen musikalischen Leckerbissen, einen Rheinischen Abend mit dem Kölner Urgestein Wicky Junggeburth. Es wurde geschunkelt und mitgesungen, die Stimmung war prächtig. Auf dem Programm standen aber nicht nur typisch kölsche Lieder, sonder auch Musik von Jacques Offenbach, der gebürtiger Kölner war. Zu seinen Melodien legte die Ballettschule Ena Stepanek einen Cancan auf die Bühne, der gleich zu Beginn der Veranstaltung das Publikum in Fahrt brachte. Es folgten Musikdarbietungen des Blasorchesters zusammen mit Wicky Jungeburth, der auch solo mit "Krätzcher, Leedscher un Verzällcher" begeisterte. Ein großartiger Abschluss des Jubiläumsjahres für Musiker und Publikum.
(Extrablatt vom 28.10.2009)

Michael Tappert hatte die musikalische Gesamtleitung am Rheinischen Abend. Zusammen mit Wicky Junggeburth und dem Lohmarer Blasorchester bot er einmal mehr ein perfektes Konzert, das mitriss und begeisterte.

(Fotos: Kieras


Frohsinn in Rheinkultur

Jubiläum: Mit echt kölschem Liedgut, Verzäll und fetziger Blasmusik feierten die Lohmarer Bläser ihr 30-jähriges Bestehen

VON IRIS ZUMBUSCH

Lohmar. Nun hab er doch 29 Jahre darauf warten müssen, endlich in Lohmar auftreten zu dürfen., schmeichelte das Urgestein des Kölner Karnevals Wicky Junggeburth. Die Zuschauer, die anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Lohmarer Blasorchesters in die Jabachhalle gekommen waren, begrüßten "de Hauptsaach" des Abends mit tosendem Beifall. "Nach Lohmar wird man berufen, in den Gürzenich kann jeder", witzelte der Gast.

Wicky Junggeburth regierte die Jabachhalle.

(Foto: Iris Zumbusch)

 

Tänzerinnen der Ballettschule Ena Stepanek traten beim Jubiläum der Lohmarer Bläser auf

(Foto: Iris Zumbusch)

 

Das gute Fundament für einen überaus unterhaltsamen "Rheinischen Abend" war gelegt. Das Blasorchester unter der musikalischen Leitung von Michael Tappert hatte sich einen lang ersehnten Wunsch erfüllt und Junggeburth für ein gemeinsames Programm gewonnen. Der leidenschaftliche Karnevalist, der es nach eigenen Angaben längst aufgegeben habe, hochdeutsch zu sprechen, hatte ein erlesenes Sortiment rheinischen Frohsinns in "Krätzcher, Leedcher und Verzällcher" verpackt. Immerhin, der ehemalige Prinz im Kölner Dreigestirn (1993) galt zu Beginn der 1990er Jahre als Senkrechtstarter des Karnevals.

 

Stets ein fröhliches Lachen auf den Lippen, die Gitarre fest in der Hand, bewegte er sich in der Jabachhalle allzu gerne von der Bühne hinunter mitten hinein ins Publikum, um zwischen den Tischreihen auf Tuchfühlung zu gehen mit der guten Laune der Zuschauer. Wer "dat Kölsche" eben nicht verstand, für den hielt Junggeburth eine musikalische Kölschlektion bereit: "Das Gesicht ist eine Visage, das Pfläumchen eine Prumm, und die böse Alte eine Schrapnell", vermittelte er singend, und er ließ einen weit gefächerten lexikalischen Abriss humorvoller Übersetzungen folgen.

Das Blasorchester bot Wohlklang. Mit präzisen Einsätzen widmeten sich die Musiker dem rheinischen Liederwerk, darunter Stücke wie der "Marsch der Fidelen Altstädter" oder der "Marsch der Roten Funken". Auch bedeutende Tänze gehörten zum Repertoire, so etwa Jacques Offenbachs "Cancan", mit dem die Bläser die entsprechenden Darbietungen der Tänzerinnen der Ballettschule Ena Stepanek begleiteten.

Die Frauen begeisterten die Zuschauer im Programmverlauf immer wieder mit sehr ästhetischen und niveauvollen Darbietungen. Rundum eine gelungene Jubiläumsfeier. 
(Rhein-Sieg-Anzeiger vom 26.10.2009)

BürgerStiftungLohmar fördert Musikunterricht für Kinder

1.000,- Euro für das Lohmarer Blasorchester)

Die BürgerStiftungLohmar unterstützt das Lohmarer Blasorchester 79 e.V. mit 1000,- Euro für die Anschaffung von zwei Querflöten für den Unterricht von Kindern. „Die Beschäftigung mit Musik und das Erlernen von Musikinstrumenten hat nachweislich einen positiven Einfluss auf die Entwicklung von Kindern", meint Gabriele Willscheid, Geschäftsführerin der BürgerStiftungLohmar. „Deshalb haben wir den Antrag des Lohmarer Blasorchesters gerne unterstützt."
Am 08. Juni 2009 wurden die zwei Querflöten von Dr. Raimund Rämisch, Vorstandsmitglied der Stiftung, und Gabriele Willscheid an das Blasorchester und die Schülerin Joséphine Optatzi (8 Jahre) sowie den Schüler Marvin Kirschling (8 Jahre) übergeben. Stolz probierten die beiden ihre neuen Instrumente gleich aus und bedankten sich spontan mit einem Musikstück. Die Flöten sind kindgerecht und haben ein speziell angepasstes Mundstück.

Hinten v.l.n.r.:
Dr.Raimund Rämisch, Gabriele Willscheid, Markus Schwedes.
 Vorne v.l.n.r.: Marvin Kirschling, Josephine Optatzi,  Karin Hennecke

Der Vorsitzende des Lohmarer Blasorchesters Markus Schwedes und Karin Hennecke (stellv. Vorsitzende) freuen sich sehr, denn die erhöhte Nachfrage von Kindern und Eltern nach Instrumentalausbildung lässt Engpässe durch nicht bzw. nicht ausreichend vorhandene Instrumente aufkommen. Mit den zwei neuen Instrumenten kann die musikalische Nachwuchsarbeit verbessert und die Integration des Nachwuchses im Verein fördert werden.
(Lohmarer Stadtecho vom 19.06.2009)