Presse

Orchester überzeugt mit jedem Ton

Lohmarer Bläser boten ihren Zuhörern viel Abwechslung

VON LISA MEURER

Lohmar. Zum 28. Mal eröffnete Vorsitzender Markus Schwedes in der Jabachhalle das Frühjahrskonzert des Lohmarer Blasorchesters. Den Abend begann das Aufbauorchester mit dem "St. Louis Blues Rock" in einem rockigen Arrangement, geprägt von Schlagzeugsoli. Nach dem Stück "I got you" - besser bekannt unter dem Titel "I feel good" von James Brown - forderte das Publikum mit lautem Applaus schon die erste Zugabe. Das moderne "Viva la vida", im Original von Coldplay, erklang danach in ungewohnter, aber überzeugender Version.

Dirigent Michael Tappert führte die Musiker des Lohmarer Blasorchesters beim Frühlingskonzert in der Jabachhalle souverän durch das Repertoire des großen Auftrittes.

 (Foto: Lisa Meurer)

Das Hauptorchester, das anschließend auf die Bühne trat und wesentlich mehr Plätze besetzte als das kleine Orchester, nahm das Publikum mit auf eine Reise um die Welt. So weckte das erste Lied Erinnerungen an Spanien, mit temperamentvollen Klängen und den Tönen der Kastagnetten. Weiter führte die Reise über Ungarn , Finnland und zurück nach Hause. Bei der lebhaften Swingnummer "Saxophone Date" von Manfred Schneider ließ das Publikum die Füße wippen und bewegte sich zum Rhythmus. Und egal, ob Swing, Rock, symphonische Blasmusik oder Musical, es war für jeden Geschmack etwas dabei. Das Wochenende, an dem die etwa 60 Musiker im Alter von 13 bis 76 Jahren intensiv geprobt hatten, zeigte seine Wirkung: Unter der Leitung von Michael Tappert überzeugte das Orchester jederzeit. Das "Duettino für zwei Flöten und Orchester" von Franz Albert Doppler etwa zauberte eine Lächeln auf die Gesichter der Zuhörer. Durch den Abend führte aus gesundheitlichen Gründen nicht Hans-Günther Schröder, sondern als Vertretung Cruz Marin, der souverän und mit viel Charme zu jedem Stück etwas Wissenswertes berichtete.
(Rhein-Sieg-Anzeiger vom 12.04.2011)

Wenn die Witterung mitspielt

Kälte und Schnee versorgen Weihnachtsmärkte mit dem richtigen Ambiente
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Troisdorf
Große Mengen Watte hatte Nicole Gandelau als Dekoration auf den Tannen verteilt, die im Troisdorfer Winterwald "wuchsen". Doch nicht nur künstlicher Schnee verzauberte in diesem Jahr die City.

Kein Wunder also, dass es hieß "der Glühwein läuft", das die Menschen das Bühnenprogramm mit Chören und Ensembles in vollen Zügen genossen und am Ende gar nicht nach Hause gehen wollten. "Die Stadt ist immer noch voll", freute sich Alexander Krösner vom Veranstalter Kuve am Sonntagabend nach zweieinhalb Festtagen.
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(Rhein-Sieg-Rundschau vom 27.11.2010)

Abwechslungsreiche Weihnachtsmärkte:
Musik in Troisdorf

 (Foto:Böschemeyer)

St. Johannes: Zwei Benefizabende im renovierten Kirchenraum

Zu einem schönen Kirchenkonzert hatten der Lohmarer Pfarrchor St. Cäcilia und das Lohmarer Blasorchester in die Pfarrkirche eingeladen. Für den erkrankten Pfarrchordirigenten Andreas Janich war Friedhelm Limbach eingesprungen, das Blasorchester wurde von Michael Tappert dirigiert. Bei Mozarts "Ave verum", beim Largo von Händel und bei weiteren Titeln musizierten Chor und Orchester gemeinsam. Gewaltig ließ das Blasorchester das "Intermezzo Sinfonico" von Mascagni erklingen. Filigran war dagegen das Duo Nr. 1 op. 46 von Caspar Kummer, das Meike und Nina Tappert (Töchter des Dirigenten) auf Flöte und Klarinette darboten.

Pfarrchor St. Cäcilia und Lohmarer Blasorchester

Die vielen Zuhörer genießen den neugestalteten Kirchenraum

(Fotos: Morich)

Die Musik machte den Zuhörern viel Freude, doch die wahre Sensation des Abends war der Raum: Erstmals hatte man nach fast vierjähriger Bauzeit die fast fertige Kirche geöffnet. Der weiß bemalte, weite Kirchenraum, mit den Naturstein-Bögen und einer modernen Beleuchtung, überraschte und begeisterte die vielen Gäste. "Einfach super!", meinte Pfarrer Fred Schmitz und berichtete über die Neuerungen in der Kirche. Der historische Taufstein steht jetzt direkt am Eingang, die Bänke werden auf einheitliche Länge gekürzt, die Seitenschiffe erhalten Stühle. Die sechs Heiligenfiguren werden nach Restaurierung einen etwas höheren Platz an den Wänden bekommen. Der Altar rückte näher an die Gottesdienstbesucher heran. Rechts und links vom Eingang werden ein Gesprächsraum und eine Marienkapelle eingerichtet. "Den Platz für den Chor auf der Orgelbühne mussten wir uns erkämpfen", so Schmitz. Für die noch fehlende Empore und die Orgel war auch der Erlös des Abends bestimmt. Immerhin 2.200 Euro gingen als Spende an den Kirchbauverein. ...............
(Lohmarer Stadtanzeiger vom Dezember 2010)